Posttraumatische Belastung -Wenn einem Extremerlebnisse einholen-



Wenn einem Extremerlebnisse einholen, wie Dennis aus Hamburg beim letzten Impuls berichtete: Was kann man tun? Was sollte man tun? Worauf muss man dienstunfallrechtlich achten? Wie gehe ich als Christ damit um?

Unser Referent, CPV- Mitglied Polizeihauptkommissar Jörg König, beantwortet diese Fragen rund um den Dienstunfall. Er leitet die Dienststelle für Soziale Angelegenheiten der Polizei Hamburg.

Extreme Erlebnisse vermitteln bei den betroffenen Menschen Grenzerfahrungen, die tief in das psycho-physische Gefüge eingreifen können. Sie lösen normalerweise (!) akute Stressreaktionen mit körperlichen und psychischen Störungen aus. Aus diesen kurzzeitigen Störungen des biologischen Gleichgewichtes können, sofern sie nicht aufgearbeitet werden, unter Umständen psychosomatische Erkrankungen erwachsen.

Traumatische Erlebnisse im Berufsalltag der Polizei sind nicht selten. In der Literatur werden vielfältige spezielle Stressoren, das heißt traumatisierende Erlebnisse, genannt, mit denen Polizeibeamte im Dienst überdurchschnittlich häufig konfrontiert werden können und auf die sie häufig mit Anzeichen einer Stressbelastung reagieren.

Beispielhaft sei hier genannt:

– Verkehrs- und Unglücksfälle
– Vernehmung von Kriminalopfern
– dauerhafter Umgang mit Toten, Schwerstverletzten und Opfern sexueller Gewalt
– gewalttätiger Angriff auf die eigene, eine andere Person oder einen Kollegen
– Schusswaffengebrauch
– Hilflos mit ansehen müssen, wie Menschen im Einsatz sterben
– Extremleichen
– Kinderleichen
– gewisse Gerüche
tragische Umstände
Erlebnisse bei Terroranschlägen und Katastropheneinsätzen

Das erlebte Extremereignis muss nicht zu einem Trauma führen. Mögliche Folgen der erlebten Extremsituation können aber die Akute Belastungsreaktion, die nach Schusswaffengebrauch auch “Post-Shooting-Trauma” genannt wird, und anschließend die Posttraumatische Belastungsreaktion, auch Posttraumatisches Stress- Syndrom genannt, sein. Als Kurzbezeichnung dafür hat sich die Abkürzung “PTSD“” eingebürgert, was für “Posttraumatic Stress Disorder” steht. Teilweise werden auch die Abkürzungen “PTBR” für “Posttraumatische Belastungsreaktion”, “PTBS” für “Posttraumatische Belastungsstörung” oder “PTSS” für “Posttraumatische Stress-Störung” bzw. “Posttraumatisches Stress-Syndrom” verwand.

Source: Youtube